Fashion, Lifestyle & Interior

Menu & Search

Warum du keine unbezahlten Kooperationen eingehen solltest

14/07/2016

Hallo ihr Lieben!

Auch für Nichtblogger unter euch ist dieser Beitrag sicher aufschlussreich. Ihr fragt euch doch bestimmt auch immer, wie die ganzen Fashionblogger mit der neuesten Designertasche herumlaufen, die nächste Saison sowieso schon wieder überholt ist und wie ständig neue, coole (und weniger coole) Produkte in den Briefkasten flattern, oder? Dazu muss ich sagen: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Solange man mit seinen Berichten und Outfits nur eine kleine Gruppe von Lesern erreicht, freut man sich über jede Mail und jeden Funken Interesse von Agenturen und Unternehmen. Aber hinter jedem Beitrag steckt eine Menge Arbeit – ob halb Deutschland auf den Beitrag klickt oder nicht. Und wie jede Arbeit sollte auch das Schreiben von solchen Beiträgen entlohnt werden. Man denkt sich „Wow, ein kostenloses Produkt! Das wollte ich eh schon lange ausprobieren!“ und schwupps, findet man sich selbst wieder, wie man kostenlose Werbung macht – ein gefundenes Fressen für Marken und Agenturen. Dass das auf Dauer die Branche kaputt macht und im Endeffekt die hochwertige Arbeit „verramscht“ wird, bedenken viele dabei meistens nicht. Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach – lieber stimme ich den dreisten Bedingungen vieler Unternehmen zu und erhalte etwas kostenlos – schließlich macht es doch auch nach außen hin einen viel besseren Eindruck,  wenn mein Blog so wichtig zu sein scheint, dass ich sogar von Firmen angeschrieben werde, oder?

In gewisser Hinsicht stimmt das auch und ich selbst nehme mich da auch gar nicht raus – aber ab einem gewissen Punkt sollte man wirklich dazu übergehen, seine Arbeit und Mühe nicht unter Wert zu verkaufen. Dabei müssen uns Bloggern ja auch gar keine Unsummen geboten werden, aber die monetäre Vergütung ist auch eine Geste: Redaktionelle Arbeit wird gewertschätzt und entlohnt. Auch wenn das Bloggen für uns aus einem Hobby entstanden ist – nur von ein paar Klamotten allein kann man seine Miete auch nicht bezahlen. Also, liebe Agenturen und Start-Ups mit „leider keinem Marketingbudget“: meine Zeit ist kostbar und bevor ich meinen Blog zu einer kostenlosen Werbeplattform mache, verzichte ich lieber auf eure Weltneuheit für 5€.

Das Outfit, was ich euch heute zeige, besteht aus einer schlichten Jeans, einem weißen Basic Shirt und einem umso auffälligerem Fransen-Cardigan. Eigentlich wäre so etwas gar nicht mein Stil, aber Blautöne sind einfach meine absolute Liebe und für den Sommer-Boho-Trend kann man auch mal ein bisschen raus kommen aus seiner modischen Comfort-Zone, oder?

Was sagt ihr zu dem Thema und wie gefällt euch mein Look?

Boho-Cardigan-Espadrilles-Jeans-7

Boho-Cardigan-Espadrilles-Jeans-16 Boho-Cardigan-Espadrilles-Jeans-20 collage_bohoBoho-Cardigan-Espadrilles-Jeans-10

Cardigan  – Zara

Jeans – Levis 

Espadrilles – Deichmann

Tasche – FTW the Shop

Sonnenbrille – KBL

T-Shirt – Funktion Schnitt

Related article
The special Blogger Shoot + Making of Video

The special Blogger Shoot + Making of Video

Hallo ihr Lieben! Dieser Post ist kein normaler Post: Könnt…

Trend: Jogginghosen + OOTD

Trend: Jogginghosen + OOTD

Hallo ihr Lieben! Ein neuer Trend macht sich breit und…

Weekly Review + Erster Frühlingslook: Deconstructed Jeans & Loafer

Weekly Review + Erster Frühlingslook: Deconstructed Jeans & Loafer

Hallo ihr Lieben! Normalerweise bin ich jemand, der seinen Alltag…

19 Discussion to this post

  1. Hallo,
    Auch wenn ich keinen Modeblog habe, bei dem es um Kooperation geht, finde ich deinen Beitrag richtig und wichtig. Es senkt einfach den Wert von BloggerInnen und die Arbeit, die man dennoch hat, wird nicht honoriert. Sollte man auf keinen Fall unterstützen.

    Liebe Grüße,
    Nicole

    • Hirschkind Hirschkind sagt:

      Liebe Nicole,
      vielen Dank! Ich denke auch, dass das Thema nicht nur für (Fashion) Blogger interessant ist. Liebe Grüße!

      <3

  2. andrea sagt:

    Ich denken, du solltest Kooperation mit Werbung kennzeichnen und die links auf no-follow setzen. Das gehört auch zu bezahlten Kooperationen.

    • Hirschkind Hirschkind sagt:

      Hallo Andrea, danke für deinen Kommentar! Gesponserte Produkte kennzeichne ich immer als solche und meistens erkennt man es ja eh am Text. Danke für den Hinweis mit den No-Follow Links.

  3. Hi =)
    Ich finde es wichtig, dass Arbeit auch etwas wert ist.
    Gegenleistungen in Produktform finde ich nur ok, wenn der Wert den Produktes dem der Kooperation entspricht oder ich besonders hinter dem Produkt stehe!
    Liebe Grüße
    Susi

    • Hirschkind Hirschkind sagt:

      Liebe Susi, genau so ist es! Ich denke auch, dass bei besonders teuren oder hochwertigen Produkten der Wert dessen als „Bezahlung“ genügt oder zumindest ein Anfang ist.

      <3

  4. Hey mein Liebe, wirklich sein sehr guter Beitrag. Ich kann dir in allen Punkten nur zustimmen. Unsere Arbeit ist eine Arbeit wie jede andere, die auch dementsprechend vergütet werden sollte. Die lieben Leute in den Agenturen oder Unternehmen sollten sich mal überlegen, ob sie denn gerne mehrere Stunden ernsthafte Arbeit leisten würden für ein Produkt das nur ein paar Euro kostet.

    Dein Outfit gefällt mir übrigens auch sehr gut 🙂

    Liebste Grüße
    Ruth von http://cosmofashiontan.com/

    • Hirschkind Hirschkind sagt:

      Liebe Ruth, vielen Dank! Nur weil uns das Bloggen an sich schon Spaß macht, darf man das als Unternehmen/Marke nicht ausnutzen.

      <3

  5. Mo Warns sagt:

    Hey Katha,
    ein sehr schöner und wichtiger Artikel von Dir! Ich finde auch, dass wir unsere Arbeit nicht unter Wert verkaufen dürfen. Sicherlich ist es manchmal schwierig den richtigen Preis anzusetzen, aber ich denke es sollte sich schon als Stundenlohn gerechnet im Rahmen eines gut bezahlten Medienjobs bewegen. LG Mo
    http://www.just-take-a-look.berlin

    • Hirschkind Hirschkind sagt:

      Liebe Mo, da kann ich dir auch nur zustimmen! Den genauen Stundenlohn habe ich für mich noch nicht festgelegt, aber das ist ein guter Anstoß!

      <3

  6. Anna sagt:

    Oh wie oft habe ich schon solche Diskussionen mit Firmen und Agenturen geführt.

    Aber vor allem im Modebereich höre ich fast ohne Ausnahme nur kein Budget der Kunden bzw manchmal darf man sich sogar nur etwas ausleihen.
    Da frage ich mich natürlich wie das bei den ganz großen ist, die genau mit diesen zusammenarbeiten und finde es schade dass Agentur XY nicht so ehrlich ist und sagt für kleine Blogger wie dich haben wir kein Budget 🙁

    Ich tue mir da wirklich schwer.

    Und ich bin immer mega sauer wenn ich Kooperationen ablehne weil „kein Budget vorhanden“ ist aber dann sehe ich mehrere noch kleinere Blogger zwei Wochen später die es für umme machen und denen ein paar wattepads als Bezahlung reichen -.- die machen das wirklich kaputt.Hoffentlich denken da bald mehr so wie du und Firmen werden zum Umdenken gezwungen.

    Liebe Grüße!

    • Hirschkind Hirschkind sagt:

      Liebe Anna, das glaube ich dir! Da kämpft man oft gegen Windmühlen. Mir ist es ja auch völlig klar, wenn weniger Reichweite weniger wert ist – aber es ist zumindest etwas wert.

      <3

  7. Christine sagt:

    Ich finde es auch wichtig, dass man für seine Arbeit entlohnt wird, denn wir geben uns alle Mühe und die Personen, die uns anschreiben, bekommen dafür schließlich auch Geld!
    Danke für deinen tollen Beitrag! 🙂

    Liebe Grüße
    Christine
    http://fairytaleoflife.com/

    • Hirschkind Hirschkind sagt:

      Liebe Christine, absolut! Auch wenn es ein Hobby ist, sind die Grenzen zwischen Spaß und Arbeit auch oft fließend. 🙂

      <3

  8. Kerstin sagt:

    So ein wundervolles Outfit! Ich finde das Thema unheimlich wichtig anzusprechen. Ich finde es auch sehr wichtig, dass man für Arbeit entlohnt wird. Andere werden doch auch bezahlt – wieso dann nicht auch blogger.

    Love, Kerstin
    http://www.missgetaway.com/

  9. Maggie sagt:

    Liebe Katha,
    ich bin zwar noch ewige Schritte einer Kooperation entfernt, aber ich gebe dir recht! Ein wirklicher toller Beitrag!

    Liebe Grüße
    Maggie

  10. Carolin sagt:

    Ich teile deine Ansicht zu Kooperationen auf jeden Fall! In einem Blogpost stecken immer mehrere Stunden Arbeit und ob man die dann wirklich „kostenlos“ machen möchte sei mal dahingestellt. Außerdem geht es ja auch nicht nur um die Zeit, die man in den Blogpost selbst investiert – schließlich kommen die Firmen oft wegen der reichweite auf Blogs zu und die hat man sich über Monate hinweg aufgebaut.

    Dein Outfit gefällt mir auch super gut 🙂 Den Kimono von Zara habe ich auch, aber in einem etwas anderen Muster 🙂

    Liebe Grüße

    http://nilooorac.com/

  11. […] verbunden ist. Sagt daher immer klar, was ihr anbieten könnt und was ihr dafür haben wollt (hier sei nochmal auf meinen Beitrag zu unbezahlten Kooperationen verwiesen). Wenn ihr in der Anfrage kurz beschriebt, wie Kooperationen normalerweise bei euch ablaufen, kann […]

  12. Fantastic Musashi feels and handels great and is well balanced

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Type your search keyword, and press enter to search